Truppenübungsplatz Altengrabow

Samstagmorgen 9 Uhr. Während die meisten Menschen gerade darüber nachdenken welche Brötchen sie beim Bäcker für das Familienfrühstück bestellen sollen, haben die Soldaten, die sich durch das Gelände des Truppenübungsplatzes Altengrabow bei Magdeburg kämpfen, diese Frage schon längst geklärt. Auf frische Brötchen musste dank des Spießes an diesem Morgen aber nicht verzichtet werden.


Was nach einem normalen Ausbildungswochenende für Reservisten klingt ist etwas ganz Besonderes: Zum einen, weil es in Zeiten der Corona Pandemie stattfindet und zum anderen, weil es der erste große Truppenübungsplatzaufenthalt des III. Bataillons des Objektschutzregiments der Luftwaffe ist.


Vorbereitet wurde die Übung durch eigene Kräfte des dritten Bataillons mit Unterstützung der Ausbildungsstaffel. Diese waren auch auf dem Truppenübungsplatz in Altengrabow mit dabei um ihr Wissen und ihre Erfahrung an die Reservisten weiterzugeben. Zudem unterstützen kürzlich ausgeschiedene, aktive Kameraden des ObjSRgtLw nun als Reservisten in den Ausbildungsabschnitten.


Die zwei Wochen waren sehr kompakt und fordernd angelegt und verlangten den Teilnehmer alles ab. In den ersten Tagen lag der Fokus darauf alle Kameraden auf einen einheitlichen Stand hinsichtlich des Schießens nach dem neuen Schießausbildungskonzepts (neuSAK) zu bringen und einige Grundfertigkeiten aufzufrischen. Ein Nachtschießen rundete diesen Ausbildungsabschnitt ab.


Am Wochenende wurde dann in der Tiefe der Auftrag des dritten Bataillons ausgebildet. So stand z.B. die Fahrzeug- und Personenkontrolle an einem Main Gate und das Ausweichen im Feuergefecht auf dem Plan. Der Kommandeur des ObjSRgtLw „Friesland“ Oberst Marc Vogt, lies es sich nicht nehmen die Übung am Wochenende in Augenschein zu nehmen. Am Freitagabend bot sich für alle Teilnehmer in kameradschaftlicher Runde die Gelegenheit zu intensiven Gesprächen mit dem Regimentskommandeur.


Die zweite Woche stand dann ganz im Zeichen der Spezialisierung. So standen zum Beispiel der Handgranatenwurf oder das Schießen mit der Granatpistole auf dem Programm. Nach dem Rückverlegen nach Schortens bot sich den Kameraden noch die Möglichkeit den Sprungdienst und die dazu bereitgestellten Luftfahrzeuge zu begutachten.


Der Kommandeur des Dritten Bataillons Oberstleutnant Markus Lange fasste die zwei Wochen in einem kleinen Resümee zusammen.

„Der Aufenthalt auf dem Truppenübungsplatz war für uns alle eine neue Erfahrung. Das Zusammenspiel mit der aktiven Truppe war sehr gut und wir konnten alle Ausbildungsabschnitte erfolgreich absolvieren. Dabei haben alle Beteiligten eine hohe Flexibilität gezeigt, die bei einer Premiere immer von Nöten ist. Die Strukturen konnten trotz oder gerade wegen der oft anspruchsvollen Situationen gefestigt und gestärkt werden!“


Folgend ein paar Impressionen des Aufenthalts:





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